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- Hinweis: Letzte Aktualisierung 4. Januar 2008


BiSS (Bürger in sozialen Schwierigkeiten) 1/2008 "Irritierend: Arme Kinder, reiches Land"
- Tatsachen, die wütend machen ...


"Einem sechs- bis vierzehnjährigen Kind, dessen Eltern Hartz IV beziehen, wird ein Regelsatz von 207 Euro
Sozialgeld im Monat gewährt. Dafür werden in der Einzelkalkulation für Essen und Trinken 2,71 Euro am Tag
veranschlagt (0,59 Euro für Frühstück und je 1,06 Euro für Mittag- und Abendessen). Dass sich davon kein
Kind gesund und ausreichend ernähren lässt, versteht sich von selbst. Doch auch Bildung und soziale Inte-
gration werden Kindern von Hartz-IV-Empfängern schwer gemacht: Für Schulkosten und Bildung gibt es
keinen einzigen Cent [...]
Kinder aus armen Familien sind in vieler Hinsicht benachteiligt und ausgegrenzt.
Neben dem Mangel an materiellen Dingen fehlt es oft an Zuwendung, Erziehung und Bildung. Die Kinder
haben häufiger gesundheitliche Probleme, verursacht durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel. Sie
können sich im Unterricht schlechter konzentrieren und brechen öfter die Schule ab. Sie leben häufiger
in beengten Wohnungen, in vernachlässigten Stadtteilen mit schlechten Schulen und unzureichenden
sozialen Angeboten. [...]
Aufgrund der starken Kommerzialisierung der Freizeit haben Tendenzen des
sozialen Ausschlusses zugenommen, nicht böswillig, aber die Zugangsbedingungen sind für arme Kinder
nicht erfüllbar.
So verbringen sie viel Zeit mit der billigsten aller Unterhaltungen: Fernsehen."

Nach einer langfristig angelegten Studie der Weltbank aus dem Jahr 2005 ist Deutschland das fünftreichste
Land der Welt

"Daher ist es gelinde gesagt irritierend, dass Menschen, die ihre Arbeit verlieren und in einem Jahr keine
mehr finden, per Gesetz arm gemacht werden, um dann pro Kind und Tag eine Ernährungspauschale von
2,71 Euro zu bekommen, dass Familien, die in Armut leben, selbst für die einfache Schulbildung der
Kinder das Geld fehlt [...] Der Volkswirt sagt: "Es kann durchaus sein, dass der durschnittliche
Pro-Kopf-Reichtum und die Armut gleichzeitig zunehmen." Ein schöner Satz. Das Geld geht nicht verloren,
es wandert von unten nach oben, das Land bleibt statistisch gesehen reich."

(Zitate aus Artikeln im o.g. Heft "BiSS" u.a. von Simone Kayser und Eleni Adamidu)



Wesentliche Ziele von "ghettokids - Soziale Projekte e.V.":

„Aufgabe des Vereins ist die Förderung von Kindern und Jugendlichen -
besonders in sozialen Brennpunkten - im kreativen, musischen, sprachlichen,
sportlichen, schulischen, sozialen und interkulturellen Bereich und die
Förderung von bürgerschaftlichem Engagement. Alle Projekte des Vereins
orientieren sich an folgenden übergeordneten Zielsetzungen: Gewaltfreiheit,
demokratische Werteorientierung, interkulturelle Verständigung (z.B.
Akzeptanz, Toleranz) und bürgerschaftlichem Engagement.“

Auszug aus der Satzung: §2 Wesen und Zweck / Absatz 2.


1.Motto des Vereins:    "So oft wie möglich weg von der Straße"

2.Motto des Vereins:    "In die Welt hinaus - aus dem Hasenbergl raus"


Zielgruppe

Sozial benachteiligte Kinder, die auf Grund ihrer erschwerten
Lebensbedingungen zu frustrierten „No-Future-Kids“ heranwachsen,
stellen für die gesellschaftliche Eingliederung meist ein ernst zu
nehmendes Problem dar. Ihr Leben wird nicht selten von dem Motto
„Die Gesellschaft braucht mich nicht, dann brauche ich sie auch
nicht!“ bestimmt.



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