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Presse-Berichte:• Augsburger Allgemeine Zeitung: "Geben und Nehmen" von Michael Mang , 08. Februar 2010
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An dieser Stelle können Sie sich den Titel "SchlagZeilenLife" von Leonalto anhören
und den Text dazu lesen.
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Prädikat - BESONDERS WERTVOLL (FBW) Diverse TV-Ausstrahlungen und Festival-Teilnahmen Premiere des Musikclips: 24.11.2002 |
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danach zu fragen / was sollen Erwachsene dir schon sagen / dass Armut nichts zu tun
hat / mit Erbanlagen / nur mit dem roten Faden / der sich durch dein Leben zieht /
immer siegt / mit dir macht was er will / halt doch still / du kannst nichts tun dagegen /
von wegen / ich halt’s nicht mehr aus / muss raus / das Spinnennetz der Armut klebt /
es lebt.
Mit Acht unsre Heimat verlassen / nichts und alles hinter uns gelassen / lernten früh
die Armut zu hassen / trugen sie von Land zu Land / sie war nichts Neues / den Vater
gab es lange schon nicht mehr / drei Brüder reisten so der Mutter immer wieder
hinterher / ganz leer / das Zimmer für Fünf / ‘ne Spülecke dazu / ich fand keine Ruh’ /
war noch so jung / konnt’s nicht ertragen / das Bett wurde nass / Lebenshass / oder
besser / Bettnässer.
Mit Neun war ich ein Nichts / im fremden Land / Sprache und Sitten mir unbekannt /
war begierig / zu zeigen wer ich bin / Angst und Respekt / waren längst dahin / ich
spürte die Macht / ich wollte sie haben / einfach zu machen / ohne zu fragen / so ging
es weiter / was soll ich dazu sagen / für meine Ehre musste ich mich schlagen.
Die Straße bestimmte mein Leben / sollte mir das wiedergeben / was mir genommen /
all die Zeit /
übrig blieb nur die Hoffnungslosigkeit /
streunte herum wie ein verlassenes Kind / ein beschriebenes Blatt im stürmischen
Wind /
für Schlagzeilen gut / mit verletztem Mut /
das Ghetto macht einsam / bringt Hunger nach Wut.
Mit Zehn durchgeknallt / nur Gewalt in meinem Leben / abgestorben war das Wie und
Was / nur der Hass / bestimmte meine Wut / brennende Glut gegen alles und jeden /
als Spinne überleben / im täglichen Kampf / ein einziger Krampf / der Schmerzen
produziert / Tränen ignoriert / dir suggeriert / nicht Opfer zu sein / wer kann schon
verstehen / was es heißt / im Bühnenbild zu leben / ohne Gottes-Allahs-Segen.
Mit Elf viel Mist gebaut / die Zukunft verbaut / gelogen / geschlagen / geklaut / mir
erlaubt / zu tun was ich wollte / nie das was ich sollte / die Schule besuchen /
versuchen zu lernen / ein Schüler zu werden / sinnloses Bestreben / der fremden Welt
/ wenn das Ghetto dich gefangen hält / die Seele wund / für meine Wut nur ein
weiterer Grund.
Mit Zwölf ging’s abwärts / wie im Lift / die Armut ist ein Lebensgift / Bett und Essen
kamen kaum noch vor / verzweifelt suchend / ein offenes Ohr / ich hörte / den Chor
von Menschen mir sagen / musst deine Gewalt jetzt begraben / und wagen / auf Ämter
zu gehen / dort konnt’ ich dann sehen / Armutswehen / plötzlich doch besser
verstehen / dies ist ein Ort / wie komm’ ich da ran / an das was ich brauch’ / als
Embryo im Ghettobauch.
Die Straße bestimmte mein Leben / sollte mir das wiedergeben / was mir genommen /
all die Zeit /
übrig blieb nur die Hoffnungslosigkeit /
streunte herum wie ein verlassenes Kind / ein beschriebenes Blatt im stürmischen
Wind /
für Schlagzeilen gut / mit verletztem Mut /
das Ghetto macht einsam / bringt Hunger nach Wut.
Mit Dreizehn wie Zwanzig / stark und gemein / ein brutales Schwein /
führte mich auf / Ghettoleben im Dauerlauf / die Gewalt eskalierte / explodierte / mit
voller Wucht / wie’ ne Sucht / zu verletzen / andere zu hetzen / keiner wagte zu petzen
/ mir Einhalt zu bieten / alles Nieten / wer sollte mir was verbieten / negative Energie
überbieten / ich sollte ins Heim / ging aber nicht rein / mein Straßensein ging voll
daneben.
Mit Vierzehn nur Chaos und nicht endende Wut / goss selber noch Öl in die eigene
Glut / floss dann auch mal Blut / genoss ich die Macht / Gewalt hält Gewalt ganz gut in
Schach / bis es dann mal ernsthaft kracht / eine nie endende Last / zu umgehen den
Knast / es kochte in mir / ein unheimlicher Hass / eigentlich schlimmer / endloses
Beben / Straßen-Segen / von wegen.
Juristisch beginnt ein Paragraphen-Leben / kannst selbst am Ast der Kindheit sägen /
abwägen / ob die Strafmündigkeit doch noch reift / man begreift / dass Sicherheit
durch Kampf verfliegt / die andere Seite nun noch öfter siegt / du vorher / nachher /
der Verlierer bist / deine Vergangenheit vergisst / geht dein Weg Richtung Gitter / das
ist sicher / bitter.
Die Straße bestimmte mein Leben / sollte mir das wiedergeben / was mir genommen /
all die Zeit /
übrig blieb nur die Hoffnungslosigkeit /
streunte herum wie ein verlassenes Kind / ein beschriebenes Blatt im stürmischen
Wind /
für Schlagzeilen gut / mit verletztem Mut /
das Ghetto macht einsam / bringt Hunger nach Wut.
| Text: | S. Korbmacher | (Copyright) |
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| Musik: | K. Bücklers | (Copyright) |
Hinweis: Das Lied ist bei kommerziellem Gebrauch GEMA-pflichtig.
Zum Herunterladen (pdf-Format, 75 KB) klicken Sie bitte hier!
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Der Fernsehfilm "ghettokids" (2002) hat beim spanischen "ghettokids e.V.), Christian Wagner (Regie), Bernd Burgemeister (Produzent), den tollen Schauspielern (vor allem unseren "ghettokids" Ioannis Tsialas, Arjeton Osmani, Alexander Adler u.v.a.), Susanne Korbmacher (Fachberatung) und den Fernsehanstalten BR / ARD / ARTE. |
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Ghettokids. Immer da sein, wo's weh tut |
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Ghettokids. Immer da sein, wo's weh tut |
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